Vor wenigen Tagen habe ich auf Instagram ein Reel veröffentlicht, in dem ich meine Gedanken zum Thema künstliche Intelligenz in der Fotografie geteilt habe. Das Thema beschäftigt mich aktuell intensiv und ich glaube, dass viele Fotograf:innen ähnliche Fragen haben.
AI ist faszinierend. Die Möglichkeiten entwickeln sich in einem Tempo, das noch vor wenigen Jahren kaum vorstellbar gewesen wäre. Bilder können heute innerhalb weniger Sekunden erstellt werden. Gesichter, Menschen, Lichtstimmungen und ganze Bildwelten entstehen auf Knopfdruck. Es wäre aus meiner Sicht falsch, diese Entwicklung einfach zu ignorieren.
Deshalb beschäftige ich mich selbst mit der Thematik. Nicht aus Angst, sondern aus Interesse. Ich möchte verstehen, welche Möglichkeiten entstehen und wie sich unsere Branche verändern könnte. Gleichzeitig hoffe ich, einen Weg zu finden, trotz AI die menschliche Note in meiner Arbeit zu bewahren und auch im geschäftlichen Umfeld weiterhin einen Mehrwert zu schaffen.
Konkurrenz oder Chance?
Es liegt auf der Hand, dass künstlich generierte Bilder in Zukunft in gewissen Bereichen mit der Arbeit von Fotograf:innen konkurrieren werden. Vielleicht sogar stärker, als wir uns heute vorstellen können.
Dennoch versuche ich bewusst, das Positive in dieser Entwicklung zu sehen. AI kann neue Ideen ermöglichen, kreative Prozesse anregen und vielleicht sogar neue Kundengruppen erschliessen. Sie kann dabei helfen, Konzepte zu visualisieren oder Gedanken zu entwickeln, die später in reale fotografische Projekte einfliessen.
Anstatt gegen die Entwicklung anzukämpfen, möchte ich verstehen, wie ich sie sinnvoll nutzen kann.

Reel Episode 1
Schau dir das Reel auf Instagram in voller Länge an. Ich freue mich auf dein Feedback und deine Meinung. Der Beitrag ist auf Deutsch.
Die Bedeutung authentischer Portraitfotografie
Gleichzeitig spüre ich aber auch etwas anderes.
Je mehr künstlich erzeugte Bilder unseren Alltag prägen, desto wertvoller könnten echte Begegnungen und authentische Fotografien werden. Gerade deshalb fühle ich mich in meiner Leidenschaft für die Portraitfotografie bestätigt.



Besonders die Schwarzweiss-Portraitfotografie begleitet mich seit vielen Jahren. Sie reduziert ein Bild auf das Wesentliche. Farben treten in den Hintergrund und der Mensch rückt stärker in den Mittelpunkt. Ausdruck, Persönlichkeit und Emotion erhalten mehr Raum.
Für mich ist dies eine Form der Fotografie, die sich nicht über Perfektion definiert. Im Gegenteil.
Wer mit mir fotografiert oder einen meiner Workshops besucht hat, kennt wahrscheinlich meinen Satz: Ich suche das perfekt Unperfekte.
Genau diese kleinen Unvollkommenheiten machen Menschen interessant. Sie erzählen Geschichten. Sie machen Portraits glaubwürdig. Und sie erinnern uns daran, dass hinter jedem Bild ein echter Mensch steht.
Zwei Welten werden nebeneinander existieren
Im Reel spreche ich auch darüber, dass ich langfristig mit zwei unterschiedlichen Entwicklungen rechne.
Auf der einen Seite wird es Menschen geben, die Freude an künstlich generierten Bildern haben und diese aktiv konsumieren oder nutzen. Auf der anderen Seite könnte eine Gegenbewegung entstehen.
Je mehr künstliche Bilder unseren Alltag prägen, desto grösser könnte bei manchen Menschen das Bedürfnis nach Echtheit werden. Nach Bildern, die nicht perfekt berechnet wurden. Nach Fotografien, die einen Moment dokumentieren, der tatsächlich stattgefunden hat.
Ich glaube, dass genau dort eine grosse Chance für authentische Portraitfotografie liegt.
Menschen werden weiterhin echte Geschichten erleben wollen. Sie werden weiterhin Interesse an echten Begegnungen, echten Emotionen und echten Fotografien haben.
Warum ich das PORTRAIT MAGAZINE gegründet habe
Vielleicht ist genau das einer der Gründe, weshalb mir mein PORTRAIT MAGAZINE Projekt so wichtig geworden ist.
Mit jeder Ausgabe beschäftige ich mich bewusst mit authentischer Fotografie. Nicht als schneller Social-Media-Content, sondern als etwas, das man in die Hand nehmen kann.
Ich mag das Zeitungsformat. Es wirkt direkt, ehrlich und zugänglich. Bilder werden nicht durch einen Bildschirm betrachtet, sondern physisch erlebt. Man nimmt sich Zeit. Man blättert durch die Seiten. Man entdeckt Details.


Für mich passt dieses Format perfekt zu meiner Vorstellung von Fotografie.
Es unterstützt meinen Wunsch, Bilder zu schaffen, die echt wirken. Bilder, die nicht perfekt sind, sondern menschlich. Genau deshalb empfinde ich das Magazin als einen wichtigen Gegenpol zu einer Welt, die zunehmend von digitalen und künstlich erzeugten Inhalten geprägt wird.
Ausgabe 13 kostenlos bestellen
Wenn du meine Gedanken zur authentischen Portraitfotografie nachvollziehen kannst, könnte auch die aktuelle Ausgabe des PORTRAIT MAGAZINE für dich interessant sein.

Die Ausgabe 13 ist auf lediglich 50 Exemplare limitiert. Solange Exemplare verfügbar sind, kannst du sie mit dem Rabatt-Code freemag13 kostenlos bestellen. Es fallen lediglich die Versandkosten an.
Ich freue mich über jede Person, die sich Zeit nimmt, durch die Seiten zu blättern und Fotografie bewusst zu erleben.
Mich würde interessieren: Wie siehst du die Entwicklung von AI in der Portraitfotografie? Wird künstliche Intelligenz unsere Arbeit grundlegend verändern oder wird Authentizität dadurch sogar wichtiger?
Schreib mir gerne deine Gedanken.



































































































