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BeInspired Fotografie Blog der Zürcher Fotoschule für Porträtfotografie und mehr.

  • Ausstellung: Sebastian Copeland’s – The Last Generation on Ice

    Ausstellung: Sebastian Copeland’s – The Last Generation on Ice

    Leider bereits vorbei war im IPFO Haus der Fotografie in Olten die Ausstellung «GREENLAND – THE LAST GENERATION ON ICE» von Sebastian Copeland zu sehen. Für mich war der Besuch schon lange geplant, denn nach meinen eigenen vier Reisen nach Grönland war ich gespannt darauf, wie Copeland dieses faszinierende Land fotografisch und dokumentarisch interpretiert.

    Eine Ausstellung, auf die ich mich lange gefreut habe

    Grönland übt auf mich seit Jahren eine besondere Faszination aus. Die gewaltigen Eislandschaften, das wechselnde Licht und die Ruhe dieser einzigartigen Natur haben mich auf meinen Reisen tief beeindruckt. Deshalb war für mich sofort klar, dass ich die Ausstellung von Sebastian Copeland im IPFO besuchen möchte.

    Copeland gehört zu den bekanntesten Polar-Fotografen unserer Zeit. Seine Bilder entstehen während aufwendiger Expeditionen durch die Arktis und Antarktis, die ihn über viele tausend Kilometer auf Skiern führten. Seine Fotografien sind weltweit bekannt und werden durch seine Bücher über die Polarregionen ergänzt, die einen tiefen Einblick in seine Expeditionen und seine Sicht auf diese einzigartige Landschaft geben. (IPFO)

    Gewaltige Eislandschaften und eindrucksvolle Lichtstimmungen

    Meine Erwartungen wurden in vielerlei Hinsicht erfüllt. Die Ausstellung zeigt zahlreiche beeindruckende Fotografien von Eisbergen, Gletschern und den gewaltigen Landschaften Grönlands. Besonders faszinierend fand ich die Aufnahmen, bei denen dramatisches Licht auf die gewaltigen Eisformationen trifft. Eisberge haben mich schon immer begeistert, und wenn sie in solch aussergewöhnlichen Lichtstimmungen fotografiert werden, entstehen Bilder, die lange im Gedächtnis bleiben.

    Die grossformatigen Fotografien entfalten im Ausstellungsraum ihre volle Wirkung. Man nimmt sich automatisch Zeit, entdeckt feine Strukturen im Eis und lässt sich von den Farben und Formen in den Bann ziehen.

    Mehr als Landschaften – aber für mich etwas zu wenig

    Besonders interessiert hat mich die Frage, ob Copeland neben der Landschaft auch die Menschen und das Leben in Grönland dokumentiert. Gerade weil ich das Land selbst bereist habe, weiss ich, dass Grönland weit mehr ist als spektakuläre Eislandschaften.

    Ein kurzer Videobeitrag berichtet von seinem Besuch in Qaanaaq, einer der nördlichsten Siedlungen der Welt. Er erzählt eindrücklich von den schwierigen Lebensbedingungen vor Ort und erwähnt unter anderem, dass aufgrund fehlender finanzieller Mittel in einem nachgelesenen Siedlung keine Schule betrieben werden kann und von zwei Kindern nur eines überhaupt noch im Dorf lebt. Dieser Einblick war spannend und zeigte, wie eng Natur, Klima und gesellschaftliche Veränderungen miteinander verbunden sind. (IPFO)

    Gerade deshalb hätte ich mir allerdings noch mehr solcher Geschichten gewünscht.

    Mein persönlicher Kritikpunkt

    Der Titel «THE LAST GENERATION ON ICE» weckt Erwartungen, die über beeindruckende Landschaftsfotografie hinausgehen. Ich hatte gehofft, noch mehr Hintergrundinformationen über die Menschen, ihre Kultur und die Veränderungen ihres Lebensraums zu erhalten.

    In der Ausstellung selbst werden an den Wänden ausschliesslich die Fotografien präsentiert. Natürlich können starke Bilder für sich sprechen. Trotzdem hätte ich es sehr bereichernd gefunden, wenn einzelne Fotografien oder Themen mit kurzen Texten ergänzt worden wären. Ein paar persönliche Gedanken des Fotografen, Informationen zur Entstehung der Bilder oder Hinweise zu den gezeigten Orten hätten den Besuch für mich noch intensiver gemacht.

    Vielleicht ist gerade dieser Wunsch auch durch meine eigenen Erfahrungen in Grönland entstanden. Wer das Land bereist hat, weiss, dass hinter jeder Landschaft und jedem Eisberg unzählige Geschichten verborgen liegen.

    Ein Besuch, der sich lohnte

    Trotz dieses kleinen Kritikpunkts hat mir die Ausstellung sehr gut gefallen. Während meines Besuchs waren auch zahlreiche andere interessierte Besucherinnen und Besucher vor Ort, was zeigt, dass das Thema viele Menschen bewegt.

    Das IPFO in Olten schafft es immer wieder, internationale Fotografie in einem angenehmen und inspirierenden Rahmen zu präsentieren.

  • Resultat Portraitworkshop mit Annika K

    Resultat Portraitworkshop mit Annika K

    Drei Studioblitze eröffnen in der Porträtfotografie viele Möglichkeiten, verlangen aber gleichzeitig nach einer bewussten und präzisen Lichtführung. Im Workshop mit Annika K entstanden unterschiedliche Porträts, die zeigen, wie sich Helligkeit, Kontrast, Räumlichkeit und Bildstimmung gezielt gestalten lassen.

    Drei Lichtquellen mit klaren Aufgaben

    Beim Fotografieren mit drei Studioblitzen geht es nicht darum, ein Gesicht möglichst hell auszuleuchten. Entscheidend ist vielmehr, dass jede Lichtquelle eine nachvollziehbare Aufgabe übernimmt und gemeinsam mit den anderen Lichtern zu einer stimmigen Bildwirkung beiträgt.

    Das Hauptlicht bestimmt die grundsätzliche Richtung und den Charakter der Aufnahme. Es formt das Gesicht, betont die Augen und macht Konturen wie Wangenknochen, Nase und Kinn sichtbar. Ein zweites Licht kann die Schatten kontrolliert aufhellen, ohne die natürliche Plastizität des Gesichts zu verlieren. Das dritte Licht dient je nach Bildidee als Akzent-, Haar- oder Hintergrundlicht und sorgt damit für zusätzliche Tiefe oder eine klarere Trennung zwischen Model und Hintergrund.

    Die eigentliche Herausforderung besteht somit nicht darin, drei Studioblitze gleichzeitig auszulösen. Viel wichtiger ist es, ihre Leistung, Position und Lichtqualität so aufeinander abzustimmen, dass kein Licht unbeabsichtigt die Wirkung eines anderen überlagert.

    Porträtwirkung zwischen Klarheit und Tiefe

    Die entstandenen Porträts zeigen eine ruhige und direkte Bildsprache. Der Blick von Annika K steht im Zentrum, während Licht, Hintergrund und Kleidung die Wirkung unterstützen, ohne von ihrem Ausdruck abzulenken.

    In den helleren Aufnahmen wirkt das Licht offen, freundlich und klar. Die Schatten im Gesicht bleiben zurückhaltend, sind aber weiterhin erkennbar. Dadurch entsteht keine vollkommen flache Ausleuchtung, sondern eine feine Modellierung, welche die natürliche Gesichtsform erhält. Besonders bei nahen Porträts ist diese Balance wichtig. Zu starke Schatten können schnell dominant wirken, während eine zu gleichmässige Ausleuchtung dem Gesicht seine räumliche Wirkung nimmt.

    Die dunkleren Porträts haben einen deutlich markanteren Charakter. Der schwarze beziehungsweise dunkelgraue Hintergrund reduziert die Aufnahme auf das Model, den Gesichtsausdruck und die Farbwirkung der Kleidung. Das zurückhaltende Umgebungslicht verstärkt die Präsenz, während gezielt gesetzte Lichtakzente dafür sorgen, dass sich Gesicht, Haare und Körperform weiterhin klar vom Hintergrund unterscheiden.

    Damit wird sichtbar, wie stark die Lichtführung die Wahrnehmung einer Person beeinflusst. Die gleiche Person kann je nach Kontrast, Hintergrund und Position des Hauptlichts weich, offen, elegant oder ausdrucksstark erscheinen.

    Weiches Licht mit sichtbarer Form

    Die Lichtführung der Bildserie verbindet eine weiche Ausleuchtung mit klar erkennbarer Struktur. Das Hauptlicht wurde so eingesetzt, dass die Haut gleichmässig erscheint und gleichzeitig feine Schatten an Nase, Wangen und unterhalb des Kinns erhalten bleiben.

    Ein leicht erhöht positioniertes Licht wirkt bei Porträts häufig besonders natürlich. Es orientiert sich an einer vertrauten Lichtrichtung von oben und lässt die Augen dennoch lebendig erscheinen. Die Reflexionen in den Augen sind dabei ein wichtiger Bestandteil der Bildwirkung. Sie geben dem Blick Klarheit und verhindern, dass die Augen trotz korrekter Belichtung leblos oder zu dunkel wirken.

    Das Aufhelllicht reduziert die Kontraste auf der vom Hauptlicht abgewandten Seite. Dabei muss seine Leistung bewusst niedriger gewählt werden. Ist es zu stark, verschwinden die Schatten vollständig und das Gesicht verliert an Tiefe. Ist es zu schwach, können die Kontraste für die gewünschte Bildidee zu ausgeprägt werden. Bereits kleine Veränderungen der Blitzleistung oder des Abstands zum Model wirken sich sichtbar auf das Resultat aus.

    Das dritte Licht erweitert den gestalterischen Spielraum. Bei einem dunklen Hintergrund kann es beispielsweise eine feine Trennung an Haaren, Schultern oder Kleidung erzeugen. Bei einem hellen Set kann es dazu beitragen, den Hintergrund gleichmässiger und sauberer erscheinen zu lassen. Der Einsatz richtet sich deshalb immer nach dem gewünschten Endresultat und nicht nach einem starren Lichtrezept.

    Kleidung und Hintergrund als Teil der Lichtgestaltung

    Licht wird nicht nur von der Haut reflektiert. Auch Kleidung, Schmuck und Hintergrund reagieren unterschiedlich auf die eingesetzten Lichtquellen. Helle Stoffe können schnell sehr viel Licht zurückwerfen, während dunkle Materialien deutlich mehr Licht benötigen, damit ihre Strukturen sichtbar bleiben.

    Das weisse Oberteil unterstützt die helle und reduzierte Bildwirkung. Die Übergänge zwischen Model und Hintergrund wirken fein und ruhig, wodurch die Aufmerksamkeit noch stärker auf Gesicht und Augen gelenkt wird.

    Das dunkelrote, strukturierte Oberteil erzeugt dagegen einen starken Kontrast zum dunklen Hintergrund. Die leicht transparenten Bereiche und das florale Muster werden durch die seitliche Lichtführung sichtbar, ohne das Gesicht zu konkurrenzieren. Gerade bei solchen Stoffen zeigt sich, weshalb eine sorgfältige Lichtkontrolle wichtig ist. Das Licht soll genügend Struktur hervorbringen, darf aber weder störende Reflexionen noch überbelichtete Flächen erzeugen.

    Zusammenarbeit mit Annika K

    Neben der Technik bleibt die Zusammenarbeit mit dem Model ein wesentlicher Bestandteil eines gelungenen Porträts. Annika K brachte eine ruhige Präsenz und unterschiedliche Ausdrucksmöglichkeiten in den Workshop ein. Dadurch konnten sowohl sehr direkte, reduzierte Porträts als auch etwas distanziertere und elegantere Bildwirkungen umgesetzt werden.

    Eine klare Kommunikation hilft dem Model zu verstehen, welche Stimmung gesucht wird und weshalb bestimmte kleine Veränderungen notwendig sind. Bereits eine leichte Drehung des Kopfes, eine veränderte Schulterhaltung oder eine minimale Anpassung der Blickrichtung beeinflussen, wie das Licht über das Gesicht fällt.

    Im Workshop lässt sich diese Verbindung zwischen Licht und Pose unmittelbar beobachten. Die Teilnehmenden sehen nicht nur, wie das Set technisch aufgebaut wird, sondern erfahren auch, wie die Lichtwirkung durch die Position des Models verändert werden kann.

    Der Mehrwert eines praxisnahen Porträtworkshops

    Bei den Porträtworkshops der BeInspired Fotoschule stehen praktische Erfahrungen, technische Inputs und die Zusammenarbeit mit ausgewählten Models im Mittelpunkt. Die kleine Gruppe schafft genügend Raum, um unterschiedliche Einstellungen auszuprobieren, Fragen zu stellen und die Wirkung einzelner Veränderungen direkt zu beurteilen.

    Das Thema Porträtfotografie mit drei Studioblitzen eignet sich besonders gut, um das Verständnis für Licht weiterzuentwickeln. Die Teilnehmenden lernen, mehrere Lichtquellen nicht isoliert zu betrachten, sondern als zusammenhängendes Set. Ziel ist eine kontrollierte Ausleuchtung, bei der die Lichtstimmung zur Person, zur Kleidung und zur geplanten Bildaussage passt.

    Dabei entstehen nicht einfach nur technisch korrekt belichtete Fotografien. Die Teilnehmenden nehmen ein besseres Verständnis dafür mit, weshalb ein Porträt räumlich wirkt, wie sich Kontraste steuern lassen und welche Lichtquelle für einen bestimmten Effekt verantwortlich ist. Dieses Wissen hilft auch bei zukünftigen Shootings, selbst wenn später mit weniger Lichtquellen gearbeitet wird.

    Porträtfotografie mit drei Studioblitzen

    CHF 189.00

    Bei diesem Fotoworkshop wollen wir uns mit dem Einsatz mehrerer Studioblitzen auseinandersetzten. Unser Ziel ist es ein gelungenes Lichtset aufzubauen, mit dem perfekt ausgeleuchtete Porträts fotografiert werden können.

    Eventdaten

    Der Workshop mit Annika K zeigt, wie vielseitig sich drei Studioblitze in der Porträtfotografie einsetzen lassen. Durch eine klare Aufgabenverteilung zwischen Hauptlicht, Aufhelllicht und drittem Akzent- oder Hintergrundlicht entstehen Porträts mit kontrollierten Kontrasten, natürlicher Tiefe und einer ruhigen, präsenten Bildwirkung.

    Bei der BeInspired Fotoschule werden laufend neue Fotokurse, Fotoreisen und Fotografie-Workshops angeboten. Sie bieten die Möglichkeit, unterschiedliche Lichtkonzepte praktisch kennenzulernen, mit ausgewählten Models zu arbeiten und die eigene fotografische Bildsprache Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.

  • AI in der Portraitfotografie – Warum Authentizität für mich wichtiger wird

    AI in der Portraitfotografie – Warum Authentizität für mich wichtiger wird

    Vor wenigen Tagen habe ich auf Instagram ein Reel veröffentlicht, in dem ich meine Gedanken zum Thema künstliche Intelligenz in der Fotografie geteilt habe. Das Thema beschäftigt mich aktuell intensiv und ich glaube, dass viele Fotograf:innen ähnliche Fragen haben.

    AI ist faszinierend. Die Möglichkeiten entwickeln sich in einem Tempo, das noch vor wenigen Jahren kaum vorstellbar gewesen wäre. Bilder können heute innerhalb weniger Sekunden erstellt werden. Gesichter, Menschen, Lichtstimmungen und ganze Bildwelten entstehen auf Knopfdruck. Es wäre aus meiner Sicht falsch, diese Entwicklung einfach zu ignorieren.

    Deshalb beschäftige ich mich selbst mit der Thematik. Nicht aus Angst, sondern aus Interesse. Ich möchte verstehen, welche Möglichkeiten entstehen und wie sich unsere Branche verändern könnte. Gleichzeitig hoffe ich, einen Weg zu finden, trotz AI die menschliche Note in meiner Arbeit zu bewahren und auch im geschäftlichen Umfeld weiterhin einen Mehrwert zu schaffen.

    Konkurrenz oder Chance?

    Es liegt auf der Hand, dass künstlich generierte Bilder in Zukunft in gewissen Bereichen mit der Arbeit von Fotograf:innen konkurrieren werden. Vielleicht sogar stärker, als wir uns heute vorstellen können.

    Dennoch versuche ich bewusst, das Positive in dieser Entwicklung zu sehen. AI kann neue Ideen ermöglichen, kreative Prozesse anregen und vielleicht sogar neue Kundengruppen erschliessen. Sie kann dabei helfen, Konzepte zu visualisieren oder Gedanken zu entwickeln, die später in reale fotografische Projekte einfliessen.

    Anstatt gegen die Entwicklung anzukämpfen, möchte ich verstehen, wie ich sie sinnvoll nutzen kann.

    Reel Episode 1

    Schau dir das Reel auf Instagram in voller Länge an. Ich freue mich auf dein Feedback und deine Meinung. Der Beitrag ist auf Deutsch.

    Die Bedeutung authentischer Portraitfotografie

    Gleichzeitig spüre ich aber auch etwas anderes.

    Je mehr künstlich erzeugte Bilder unseren Alltag prägen, desto wertvoller könnten echte Begegnungen und authentische Fotografien werden. Gerade deshalb fühle ich mich in meiner Leidenschaft für die Portraitfotografie bestätigt.

    Besonders die Schwarzweiss-Portraitfotografie begleitet mich seit vielen Jahren. Sie reduziert ein Bild auf das Wesentliche. Farben treten in den Hintergrund und der Mensch rückt stärker in den Mittelpunkt. Ausdruck, Persönlichkeit und Emotion erhalten mehr Raum.

    Für mich ist dies eine Form der Fotografie, die sich nicht über Perfektion definiert. Im Gegenteil.

    Wer mit mir fotografiert oder einen meiner Workshops besucht hat, kennt wahrscheinlich meinen Satz: Ich suche das perfekt Unperfekte.

    Genau diese kleinen Unvollkommenheiten machen Menschen interessant. Sie erzählen Geschichten. Sie machen Portraits glaubwürdig. Und sie erinnern uns daran, dass hinter jedem Bild ein echter Mensch steht.

    Zwei Welten werden nebeneinander existieren

    Im Reel spreche ich auch darüber, dass ich langfristig mit zwei unterschiedlichen Entwicklungen rechne.

    Auf der einen Seite wird es Menschen geben, die Freude an künstlich generierten Bildern haben und diese aktiv konsumieren oder nutzen. Auf der anderen Seite könnte eine Gegenbewegung entstehen.

    Je mehr künstliche Bilder unseren Alltag prägen, desto grösser könnte bei manchen Menschen das Bedürfnis nach Echtheit werden. Nach Bildern, die nicht perfekt berechnet wurden. Nach Fotografien, die einen Moment dokumentieren, der tatsächlich stattgefunden hat.

    Ich glaube, dass genau dort eine grosse Chance für authentische Portraitfotografie liegt.

    Menschen werden weiterhin echte Geschichten erleben wollen. Sie werden weiterhin Interesse an echten Begegnungen, echten Emotionen und echten Fotografien haben.

    Warum ich das PORTRAIT MAGAZINE gegründet habe

    Vielleicht ist genau das einer der Gründe, weshalb mir mein PORTRAIT MAGAZINE Projekt so wichtig geworden ist.

    Mit jeder Ausgabe beschäftige ich mich bewusst mit authentischer Fotografie. Nicht als schneller Social-Media-Content, sondern als etwas, das man in die Hand nehmen kann.

    Ich mag das Zeitungsformat. Es wirkt direkt, ehrlich und zugänglich. Bilder werden nicht durch einen Bildschirm betrachtet, sondern physisch erlebt. Man nimmt sich Zeit. Man blättert durch die Seiten. Man entdeckt Details.

    Für mich passt dieses Format perfekt zu meiner Vorstellung von Fotografie.

    Es unterstützt meinen Wunsch, Bilder zu schaffen, die echt wirken. Bilder, die nicht perfekt sind, sondern menschlich. Genau deshalb empfinde ich das Magazin als einen wichtigen Gegenpol zu einer Welt, die zunehmend von digitalen und künstlich erzeugten Inhalten geprägt wird.

    Ausgabe 13 kostenlos bestellen

    Wenn du meine Gedanken zur authentischen Portraitfotografie nachvollziehen kannst, könnte auch die aktuelle Ausgabe des PORTRAIT MAGAZINE für dich interessant sein.

    Die Ausgabe 13 ist auf lediglich 50 Exemplare limitiert. Solange Exemplare verfügbar sind, kannst du sie mit dem Rabatt-Code freemag13 kostenlos bestellen. Es fallen lediglich die Versandkosten an.

    Ich freue mich über jede Person, die sich Zeit nimmt, durch die Seiten zu blättern und Fotografie bewusst zu erleben.

    Mich würde interessieren: Wie siehst du die Entwicklung von AI in der Portraitfotografie? Wird künstliche Intelligenz unsere Arbeit grundlegend verändern oder wird Authentizität dadurch sogar wichtiger?

    Schreib mir gerne deine Gedanken.

  • Resultat Portraitworkshop mit Audé

    Resultat Portraitworkshop mit Audé

    In diesem Beitrag zeige ich das Resultat eines Porträtfotografie-Workshops mit Audé, die mich schon seit längerer Zeit auf meinem fotografischen Weg begleitet. Mit einem Studioblitz, viel Ruhe und unterschiedlichen Räumen sind vielseitige Portraits entstanden, die trotz reduziertem Setup sehr unterschiedlich wirken.

    Vertrautheit als Basis für Bildwirkung

    Mit Audé zu arbeiten bedeutet für mich immer auch Vertrauen. Diese Vertrautheit war im Workshop klar spürbar und hat es uns erlaubt, uns ganz auf Licht, Ausdruck und Bildwirkung zu konzentrieren. Der Fokus lag auf Porträtfotografie mit einem Studioblitz – bewusst einfach gehalten, um Raum für Nuancen zu lassen. Das Licht wirkt in den Bildern ruhig, klar und gleichzeitig sehr präsent. Es unterstützt den Ausdruck, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.

    Ein Licht – viele Stimmungen

    Obwohl wir mit nur einer Lichtquelle gearbeitet haben, sind sehr unterschiedliche Stimmungen entstanden. Mal wirkt das Licht weich und offen, fast natürlich, dann wieder strukturierter und klarer mit mehr Tiefe im Gesicht. Kleine Veränderungen in Position, Abstand oder Blickrichtung reichen aus, um die Wirkung eines Portraits komplett zu verändern. Genau diese Feinheiten machen die Arbeit mit einem einzelnen Studioblitz so spannend.

    Raum als Teil des Bildes

    Da die Fotogalerie Embrach während des Workshops nicht in Betrieb war, konnten wir auch diese Räumlichkeiten nutzen. Das hat den Bildern eine zusätzliche Ebene gegeben. Unterschiedliche Hintergründe, Lichtverhältnisse und Raumwirkungen beeinflussen das Portrait subtil, aber spürbar. Du siehst, wie Licht nicht nur das Model formt, sondern auch mit dem Raum in Dialog tritt.

    Vielfalt im klaren Rahmen

    Die entstandenen Portraits zeigen sehr schön, wie vielfältig ein Workshop sein kann, auch wenn Thema und Technik klar definiert sind. Es geht nicht darum, ein fixes Bild zu reproduzieren, sondern darum, Möglichkeiten zu entdecken. Jeder Teilnehmer erlebt diesen Prozess anders – genau das macht die Workshops lebendig und individuell.

  • Portrait Photo Camp im Safiental – Vier Tage bewusste Porträtfotografie

    Portrait Photo Camp im Safiental – Vier Tage bewusste Porträtfotografie

    Ich freue mich sehr, auch in diesem Jahr wieder das PORTRAIT PHOTO CAMP im Safiental durchführen zu dürfen. Die Ruhe, die Abgeschiedenheit und die besondere Atmosphäre dieses Tals schätze ich sehr. Für mich ist das Safiental nicht nur ein wunderschöner Ort, sondern auch eine wertvolle Inspirationsquelle. Die reduzierte Umgebung hilft uns, Abstand vom Alltag zu gewinnen und uns bewusst auf das Wesentliche zu konzentrieren: auf Menschen, auf Geschichten und auf die eigene fotografische Entwicklung.

    Vom 20. bis 23. August 2026 findet das Portrait Photo Camp erneut im Safiental statt. Vier Tage lang tauchen wir gemeinsam in die bewusste Porträtfotografie ein – fernab von Hektik und Ablenkung. Das Portrait Photo Camp ist bewusst klein gehalten: maximal vier Fotograf:innen arbeiten gemeinsam mit mir und zwei professionellen Models.

    Diese kleine Gruppe ermöglicht eine intensive Betreuung, viel Zeit für Austausch und eine konzentrierte kreative Atmosphäre.  

    Vier Tage Fotografie, Austausch und Inspiration

    Das Portrait Photo Camp ist kein klassischer Workshop mit Frontalunterricht. Stattdessen arbeiten wir gemeinsam an Bildideen, entwickeln Serien und reflektieren unsere eigene fotografische Haltung.

    Tag 1 – Ankommen und Bildideen entwickeln

    Am ersten Tag treffen wir uns um 14:00 Uhr in unserer Unterkunft im Safiental.

    Nach dem Ankommen und dem Bezug der Zimmer nehmen wir uns Zeit für ein gemeinsames Kennenlernen. Die Teilnehmer bringen ihre Erwartungen und Ideen mit – oft auch erste Moodboards oder Bildkonzepte.

    Wir sprechen darüber:

    • welche Art von Bildern dich interessiert
    • welche fotografischen Ziele du verfolgst
    • welche Geschichten du erzählen möchtest

    Gerade dieser Einstieg ist wichtig. Er schafft eine gemeinsame Basis und hilft dabei, dass jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer während der kommenden Tage gezielt an eigenen Bildideen arbeiten kann.

    Tag 2 – Der erste Shooting-Tag

    Am zweiten Tag beginnt die praktische Arbeit mit unseren zwei professionellen Models.

    Wir fotografieren an ausgewählten Locations im Safiental. Die Landschaft bietet viele Möglichkeiten: offene Wiesen, alte Häuser, ruhige Wege oder kleine Strukturen in der Natur.

    Während des Shootings begleite ich dich direkt vor Ort. Wir sprechen über:

    • Bildaufbau und Komposition
    • Licht und Atmosphäre
    • Kommunikation mit dem Model
    • Ausdruck und Präsenz im Bild

    Manchmal genügt bereits eine einfache Situation – ein Model, das ruhig an einer Holzwand steht, das weiche Licht eines bewölkten Tages und eine klare Bildidee. Gemeinsam schauen wir, wie kleine Veränderungen in Haltung, Perspektive oder Abstand die Wirkung eines Bildes verändern können.

    Das Ziel ist nicht möglichst viele Bilder zu machen, sondern bewusst zu fotografieren.

    Tag 3 – Bildstrecken und kreative Vertiefung

    Am dritten Tag arbeiten wir weiter an unseren Bildideen. Häufig entstehen hier bereits kleine Bildserien.

    Wir besuchen alternative Locations im Tal und experimentieren mit unterschiedlichen Stimmungen und Perspektiven.

    Ein mögliches Szenario könnte sein:

    • eine ruhige Serie in der Landschaft
    • eine reduzierte Porträtaufnahme vor einer strukturierten Wand
    • eine Bildsequenz, die Bewegung oder Veränderung zeigt

    Die Arbeit mit zwei erfahrenen Models bietet dabei enorme Möglichkeiten. Sie kennen Workshop-Situationen, bringen eigene Ideen ein und helfen dabei, Bildkonzepte umzusetzen.

    Gerade für Fotograf:innen, die ihre Porträtfotografie vertiefen möchten, ist diese Zusammenarbeit besonders wertvoll. Du kannst ausprobieren, experimentieren und gleichzeitig von der Erfahrung der Models profitieren.

    Tag 4 – Bildauswahl und Reflexion

    Der letzte Tag gehört der Bildbesprechung.

    Wir nehmen uns Zeit, gemeinsam auf die entstandenen Arbeiten zu schauen. Dabei geht es nicht nur um einzelne Bilder, sondern auch um Bildstrecken und Serien.

    Wir besprechen Fragen wie:

    • Welche Bilder funktionieren besonders gut?
    • Welche Serie erzählt eine Geschichte?
    • Welche Auswahl wirkt als Portfolio am stärksten?

    Diese gemeinsame Reflexion hilft dabei, den eigenen fotografischen Blick weiter zu schärfen und bewusster zu arbeiten.

    Die soziale Komponente des Portrait Photo Camp

    Ein wichtiger Teil des Portrait Photo Camp findet nicht nur während der Shootings statt.

    Wir verbringen vier Tage gemeinsam im selben Haus, essen zusammen, sprechen über Fotografie und über viele andere Dinge. Gerade diese Gespräche am Abend – nach einem intensiven Shooting-Tag – sind oft besonders wertvoll.

    Viele Teilnehmer berichten, dass sie genau diese Mischung aus Fotografie, Austausch und gemeinsamer Zeit besonders schätzen.

    Die kleine Gruppe sorgt dafür, dass schnell eine offene Atmosphäre entsteht. Ideen werden geteilt, Erfahrungen ausgetauscht und neue Perspektiven entdeckt.

    Arbeiten mit zwei professionellen Models

    Während des Portrait Photo Camp arbeiten wir mit zwei professionellen Models.

    Die Zusammenarbeit mit erfahrenen Models ist ein grosser Vorteil für die Teilnehmer. Sie wissen, wie sie vor der Kamera arbeiten, bringen Ausdruck, Ruhe und Präsenz mit und unterstützen den kreativen Prozess.

    Für dich als Fotograf bedeutet das:

    • du kannst dich stärker auf Bildideen konzentrieren
    • du lernst, besser mit Menschen vor der Kamera zu kommunizieren
    • du bekommst Bilder, die sich für dein Portfolio eignen

    Viele Teilnehmer erleben während dieser Tage einen echten Entwicklungsschritt in ihrer Porträtfotografie.

    Unterkunft im Safiental

    Während des Portrait Photo Camp wohnen wir gemeinsam im Gasthaus Rathaus im Herzen des Safientals.

    Das historische Haus ist rund 500 Jahre alt und verbindet eine einfache, authentische Atmosphäre mit viel Charme. Die Zimmer sind schlicht und gemütlich, die Duschen befinden sich auf der Etage. Genau diese reduzierte Umgebung passt perfekt zur Idee des Portrait Photo Camp: sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

    Frühstück und Abendessen nehmen wir gemeinsam im Gasthaus ein. Die Gastgeber sorgen mit regionaler Küche und viel Gastfreundschaft dafür, dass wir uns während dieser Tage gut aufgehoben fühlen.  

    Die Lage mitten im Tal schafft eine besondere Atmosphäre: Ruhe, Natur und eine Umgebung, die kreatives Arbeiten unterstützt.

    Warum sich die Teilnahme lohnt

    Das Portrait Photo Camp ist bewusst klein und intensiv.

    Du profitierst unter anderem von:

    • einer kleinen Gruppe mit maximal vier Teilnehmer:innen
    • persönlichem Coaching während der Shootings
    • der Arbeit mit zwei professionellen Models
    • vier Tagen fokussierter fotografischer Arbeit
    • Austausch mit anderen engagierten Fotograf:innen

    Vor allem aber bietet dir das Portrait Photo Camp etwas, das im Alltag oft fehlt: Zeit und Raum, dich wirklich mit deiner eigenen Fotografie auseinanderzusetzen.

    Das Safiental bietet dafür die perfekte Umgebung.

    Und genau deshalb freue ich mich jedes Jahr wieder auf diese vier Tage.

  • Resultat Portraitworkshop mit Valentina B

    Resultat Portraitworkshop mit Valentina B

    Ein Workshop, bei dem wir das Blitzlicht bewusst umgedacht haben. Mit Model Valentina und viel Feingefühl für indirektes Licht entstanden lebendige, natürliche und sehr unterschiedliche Portraits.

    Indirektes Blitzlicht als bewusste Entscheidung

    Im Workshop mit Valentina haben wir uns intensiv mit der Porträtfotografie mit indirektem Blitzlicht beschäftigt. Die klare Vorgabe für alle Teilnehmenden war einfach – und zugleich herausfordernd: Valentina wird nicht direkt mit dem Studioblitz belichtet. Das Licht wurde stattdessen über Wände, Decken, Hintergründe oder andere Flächen geführt. Genau diese Herangehensweise prägt die Bildwirkung: weich, fliessend und sehr natürlich.

    Körpergefühl trifft Lichtverständnis

    Valentina bringt ein ausserordentlich gutes Körpergefühl mit, was die Arbeit mit indirektem Licht enorm bereichert hat. Ihre Bewegungen, Haltungen und kleinen Gesten harmonieren mit dem Licht, statt gegen es zu arbeiten. Dadurch entstehen Portraits, die ruhig wirken und gleichzeitig Präsenz haben. Du siehst, wie Licht nicht nur beleuchtet, sondern Formen begleitet und unterstützt.

    Unterschiedliche Lichtsets, unterschiedliche Stimmungen

    Durch das Ausprobieren verschiedener indirekter Lichtführungen sind sehr unterschiedliche Stimmungen entstanden. Mal wirkt das Licht offen und hell, fast schwerelos, dann wieder etwas zurückhaltender mit mehr Tiefe und Struktur. Kleine Veränderungen im Raum oder im Abstand zum reflektierenden Element hatten grosse Auswirkungen auf die Bildwirkung. Genau diese Unterschiede machen das Arbeiten mit indirektem Blitzlicht so spannend.

    Kreativität kennt keine festen Grenzen

    Beim Experimentieren darf auch das Studio selbst Teil des Bildes werden. In diesem Workshop wurden sogar die Studiovorhänge, die eigentlich zur Vermeidung von Reflektionen gedacht sind, kurzerhand zur Kulisse. Solche Momente zeigen sehr schön, wie wichtig Offenheit und Spielraum im kreativen Prozess sind. Nicht alles muss geplant sein – manches entsteht genau dann, wenn man Regeln bewusst hinterfragt.

    Workshop-Erlebnis bei BeInspired

    Gemeinsam mit den Teilnehmenden haben wir uns Schritt für Schritt an neue Lichtideen herangetastet, ausprobiert, verworfen und weiterentwickelt. Genau so verstehe ich meine Workshops: individuell, lebendig und immer wieder anders. Jeder Abend bringt neue Bilder, neue Gedanken und neue Perspektiven hervor – und genau deshalb werden die Porträt-Workshops in der BeInspired Fotoschule nie langweilig.

  • Resultat Portraitworkshop Simone S

    Resultat Portraitworkshop Simone S

    Im letzten November durfte ich gemeinsam mit Model Simone einen intensiven Portrait-Fotoworkshop mit Studioblitz durchführen. In nur rund drei Stunden sind dabei erstaunlich viele starke und unterschiedliche Bilder entstanden – ein paar davon teile ich in diesem Beitrag.


    In der neuen Blog-Reihe „Resultat“ werde ich fortan einen Eindruck geben in die Aufnahmen die von mir während den jeweiligen Fotoworkshops und Fotokursen entstanden sind.


    Reduktion als fotografische Haltung

    Der Workshop stand ganz im Zeichen der Porträtfotografie mit einem Studioblitz. Ein bewusst reduziertes Setup, das den Fokus klar auf den Menschen vor der Kamera legt. Genau diese Einfachheit prägt die Bildwirkung: ruhig, konzentriert und sehr direkt. Das Licht formt das Gesicht und schafft Raum für Ausdruck, Präsenz und Persönlichkeit. Du spürst schnell, dass es hier weniger um Effekte geht, sondern um Wahrnehmung und fotografisches Verständnis.

    Zwischen Nähe und Zurückhaltung

    Der Stil der entstandenen Arbeiten bewegt sich zwischen Intimität und Distanz. Mal wirkt das Licht weich und zurückhaltend, fast beobachtend, dann wieder klarer und strukturierter mit mehr Kontrast. Diese Spannbreite zeigt, wie vielseitig ein einzelner Studioblitz eingesetzt werden kann – nicht durch Technik, sondern durch bewusste Entscheidungen. Genau diese feinen Nuancen machen Porträts lebendig und zeitlos.

    Vielfalt innerhalb eines klaren Rahmens

    Die gezeigten Bilder stehen sinnbildlich für die Vielfalt, die in meinen rund dreistündigen Fotoworkshops entsteht. Obwohl das Thema klar definiert ist, entwickeln sich die Bilder immer wieder neu. Das liegt daran, dass ich Workshops sehr flexibel und individuell gestalte. Du arbeitest nicht nach Schema F, sondern reagierst auf das Model, auf das Licht und auf den Moment.

    Ein Workshop, der jedes Mal anders ist

    Teilnehmende erleben meine Porträt-Workshops immer wieder neu – selbst dann, wenn sie schon mehrfach dabei waren. Genau diese Offenheit und Anpassungsfähigkeit sorgt dafür, dass es nie langweilig wird. Jeder Abend bringt neue Gespräche, neue Blickwinkel und neue Bilder hervor. Das ist auch der Grund, weshalb die Porträt-Workshops in der BeInspired Fotoschule lebendig bleiben und sich stetig weiterentwickeln.

  • Porträtfotografie für Einsteiger – Dein Einstieg in die Welt der Porträts

    Porträtfotografie für Einsteiger – Dein Einstieg in die Welt der Porträts

    Viele Fotograf:innen beginnen ihre Reise mit Landschaften, Reisen oder spontanen Momentaufnahmen. Früher oder später kommt jedoch eine Frage auf, die den nächsten Entwicklungsschritt einläutet:

    Wie fotografiere ich Menschen so, dass echte und ausdrucksstarke Porträts entstehen?

    Genau hier setzt mein Einsteigerkurs zur Porträtfotografie an. In diesem Kurs lernst du Schritt für Schritt, wie du mit einfachen Mitteln überzeugende Porträts fotografieren kannst – im Studio, mit echtem Model und mit persönlicher Betreuung in einer kleinen Gruppe.


    Warum Porträtfotografie so faszinierend ist

    Porträts sind mehr als nur ein Foto von einer Person.
    Ein gutes Porträt zeigt Persönlichkeit, Ausdruck und Stimmung.

    Dabei spielen viele Faktoren zusammen:

    • Licht und Schatten
    • Kommunikation mit dem Model
    • Bildaufbau und Perspektive
    • Technik und Kameraeinstellungen
    • Vertrauen und Atmosphäre beim Fotografieren

    Im Einsteigerkurs lernst du diese Elemente praxisnah kennen und kannst sie direkt anwenden.


    Der Kurs: Porträtfotografie für Einsteiger

    Der Kurs richtet sich an Fotograf:innen, die erste Erfahrungen mit der Porträtfotografie sammeln oder ihre Grundlagen vertiefen möchten.

    Wir arbeiten in einer kleinen Gruppe, sodass jede Person genügend Zeit zum Fotografieren hat und individuelle Unterstützung erhält. 

    Während des Workshops fotografieren wir mit einem Model und ich gebe dir Inputs zu Technik, Licht und Zusammenarbeit vor der Kamera. 

    Typische Themen im Workshop sind zum Beispiel:

    • Grundlagen der Porträtfotografie
    • Arbeiten mit Studiolicht
    • Kommunikation mit dem Model
    • Bildgestaltung und Perspektive
    • praktische Tipps aus meinem Arbeitsalltag

    Mir ist wichtig, dass du nicht nur zuhörst – sondern selber fotografierst. Reserviere hier deinen Platz.


    Kleine Gruppe – intensive Betreuung

    Ein zentrales Element der BeInspired Workshops ist die kleine Gruppengrösse.

    • maxima drei Teilnehmer:innen
    • persönliche Betreuung
    • genügend Zeit zum Fotografieren
    • entspannte Atmosphäre im Studio
    • im letzten Model arbeiten wir mit einem Model

    So entsteht eine Lernumgebung, in der Fragen jederzeit möglich sind und jede Person aktiv fotografieren kann. 


    Der Kursort: BeInspired Fotoschule in Dietikon

    Der Einsteigerkurs findet im Studio der BeInspired Fotoschule in Dietikon statt. Das Studio bietet ideale Voraussetzungen für Porträtfotografie mit kontrolliertem Licht.

    Adresse:

    BeInspired Fotoschule
    Riedstrasse 6
    8953 Dietikon

    Die Bushaltestelle Moosmatt befindet sich direkt vor dem Gebäude und Besucherparkplätze sind ebenfalls vorhanden. 


    Kursdaten 2026

    Der Einsteigerkurs findet als mehrteiliger Kurs statt:

    • 22.04.2026 – Modul 1 18:00-21:00 Uhr
    • 27.04.2026 – Modul 2 18:00-21:00 Uhr
    • 06.05.2026 – Modul 3 18:00-21:00 Uhr

    Für den letzten Kurstag arbeiten wir mit einem Model, damit du das Gelernte direkt praktisch umsetzen kannst.


    Für wen ist der Kurs geeignet?

    Dieser Kurs ist ideal für dich, wenn du:

    • erste Erfahrungen mit der Kamera hast
    • lernen möchtest Menschen zu fotografieren
    • verstehen möchtest, wie Licht in der Porträtfotografie und im Fotostudio funktioniert
    • deine Bildideen mit einem Model umsetzen willst
    • gerne in einer kleinen Gruppe lernst

    Du brauchst kein Profi-Equipment – wichtiger ist die Freude an der Fotografie.


    Mein Ziel für diesen Kurs

    Mir ist wichtig, dass du nach dem Workshop:

    • sicherer mit Licht und Kamera umgehen kannst
    • keine Scheu mehr hast Menschen zu fotografieren
    • eigene Bildideen entwickeln kannst
    • mit starken Porträts nach Hause gehst

    Und vielleicht sogar eine neue Leidenschaft für die Porträtfotografie entdeckst.


    Anmeldung zum Workshop

    Alle Informationen zum Kurs sowie die Anmeldung findest du hier:

    Die Plätze sind bewusst limitiert, damit genügend Zeit für jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer bleibt.


  • Fotostudio in Dietikon zur Untermiete für Hobby-Fotograf:innen

    Fotostudio in Dietikon zur Untermiete für Hobby-Fotograf:innen

    Ein eigener Studioplatz, ohne ein eigenes Studio aufbauen zu müssen

    Du fotografierst leidenschaftlich gern und suchst einen Ort, an dem du deine Ideen professionell umsetzen kannst? Dann kann eine Untermiete im BeInspired Fotostudio in Dietikon genau das Richtige für dich sein.

    Nicht jede:r Fotograf:in braucht ein eigenes Studio mit allen laufenden Fixkosten. Oft reicht ein gut ausgestatteter Raum, den man regelmässig nutzen kann, um Portraits, kreative Projekte, kleine Shootings oder Content-Ideen umzusetzen. Genau dafür bietet unser Studio in Dietikon eine praktische und bezahlbare Lösung. 

    Für wen ist die Untermiete geeignet?

    Die Untermiete richtet sich an Fotograf:innen, die ihre Hobby-Fotografie aufwerten möchten und einen professionellen Rahmen suchen. Das Studio eignet sich besonders für dich, wenn du:

    • regelmässig fotografierst
    • Indoor-Shootings umsetzen möchtest
    • mit professionellem Licht arbeiten willst
    • Kund:innen, Freunde oder Models in einem Studio empfangen möchtest
    • keine eigene Studiomiete mit hohem Risiko eingehen willst

    Gerade für Hobby-Fotograf:innen ist das eine gute Möglichkeit, Erfahrungen im Studio zu sammeln und die eigene Arbeit auf ein neues Niveau zu bringen. 

    Der Standort in Dietikon

    Das Fotostudio befindet sich an der Riedstrasse 6, 8953 Dietikon. Der Standort ist verkehrstechnisch sehr gut erreichbar. Besucherparkplätze befinden sich direkt vor dem Gebäude, die Bushaltestelle Moosmatt liegt ebenfalls unmittelbar vor dem Haus. Der Eingang befindet sich zwischen FUST und SUBWAY. 

    Damit ist das Studio sowohl mit dem Auto als auch mit dem öffentlichen Verkehr bequem erreichbar — ein klarer Vorteil, wenn du mit Equipment unterwegs bist oder mit anderen Personen zusammen arbeitest. 

    Das bietet dir das Studio

    Das Studio in Dietikon ist mit allem Wichtigen ausgestattet, damit du direkt loslegen kannst. Zur Verfügung stehen unter anderem:

    • mehrere Broncolor Studioblitze
    • verschiedene Softboxen
    • diverse Papierhintergründe
    • Schminkplatz und Garderobe
    • Sitzecke und verschiedene Stühle
    • Kühlschrank, Wasserkocher und Nespresso-Maschine
    • Bügelbrett und weiteres praktisches Zubehör

    Zusätzlich bietet das Studio drei Meter Raumhöhe und eine grosse Fensterfront nach Süden. Dadurch kann nicht nur mit Studiolicht, sondern auch sehr gut mit Tageslicht gearbeitet werden. 

    Warum sich eine Untermiete lohnt

    Ein eigenes Studio ist für viele Hobby-Fotograf:innen finanziell nicht sinnvoll. Die Untermiete ist deshalb eine interessante Alternative. Du profitierst von einer professionellen Umgebung, ohne selbst die gesamte Infrastruktur organisieren und bezahlen zu müssen.

    Das Modell ist besonders dann spannend, wenn du das Studio regelmässig nutzt. Du arbeitest in einem eingerichteten Raum, hast Zugang zu vorhandenem Equipment und kannst dich auf deine Shootings konzentrieren, statt dich um Aufbau, Einrichtung und laufende Nebenkosten zu kümmern. 

    Konditionen der Untermiete

    Die Untermiete für das Fotostudio in Dietikon beträgt CHF 250.00 pro Monat. Das Studio kann von maximal sechs Untermieter:innen genutzt werden. Dadurch bleibt die Gruppe bewusst klein und überschaubar. Untermieter:innen erhalten rund um die Uhr Zugang zum Studio. Das Studio kann für private Zwecke genützt werden, es ist jedoch okay, wenn du zur Deckung deiner Fixkosten auch mal ein bezahltes Fotoshooting machst. Bitte beachte, dass es nicht die Idee ist, das Studio zu rein geschäftlichen Zwecken zu nützen.

    Es gelten folgende Konditionen:

    • Miete CHF 250.00 pro Monat
    • Mindestlaufzeit: 12 Monate
    • danach Kündigungsfrist von 3 Monaten
    • Depotzahlung: 2 Monatsmieten

    Für die Miete ist zudem ein Mietvertrag notwendig. Ein amtlicher Bildausweis muss vorgelegt werden. Mietpreis und Kaution sind im Voraus zu bezahlen.

    Auch für gelegentliche Nutzung interessant

    Wer das Studio nicht als Untermiete nutzen möchte, kann es auch für einzelne Einsätze anfragen. Die regulären Mietpreise liegen bei:

    Montag bis Freitag

    • 4 Stunden: CHF 175.00
    • 8 Stunden: CHF 280.00

    Samstag

    • 4 Stunden: CHF 200.00
    • 8 Stunden: CHF 320.00

    Das ist ideal, wenn du zuerst ausprobieren möchtest, ob das Studio zu dir und deiner Arbeitsweise passt. Bitte kontaktiere uns für eine Mietanfrage.

    Fazit

    Wenn du als Hobby-Fotograf:in auf der Suche nach einem professionellen, gut erreichbaren und bezahlbaren Studio bist, ist die Untermiete in Dietikon eine sehr attraktive Möglichkeit. Du bekommst Zugang zu einer vorhandenen Infrastruktur, kannst deine fotografischen Ideen in einem passenden Umfeld umsetzen und musst trotzdem kein eigenes Studio finanzieren. 

    Interesse?

    Wenn du dir vorstellen kannst, das Studio regelmässig für deine Fotografie zu nutzen, freuen wir uns über deine Anfrage.

  • Ausstellung: An der Eiskante – Leben, Wandel und Identität in Nordgrönland

    Ausstellung: An der Eiskante – Leben, Wandel und Identität in Nordgrönland

    Grönland fasziniert mich schon seit vielen Jahren. Wer mich besser kennt, weiss, wie sehr mich dieses Land mit seiner Weite, seiner rauen Natur und seiner einzigartigen Kultur und Geschichte in den Bann zieht – umso mehr habe ich mich auf meinen Besuch im Nordamerika Native Museum in Zürich gefreut.

    Im Fokus meines Besuchs stand die Sonderausstellung «An der Eiskante. Unterwegs in Nordgrönland», die noch bis zum 28. Juni 2026 zu sehen ist. Schon beim Betreten der Ausstellung wurde mir klar, dass mich hier nicht einfach eine klassische Fotopräsentation erwartet, sondern eine eindrückliche Auseinandersetzung mit einem Leben am Rand des Eises – und mit einer Welt, die sich rasant verändert.

    Eine fotografische Langzeitbeobachtung im hohen Norden

    Seit drei Jahrzehnten reist der Fotograf Markus Bühler nach Qaanaaq im nördlichsten Teil Grönlands. In einer Region, in der die Uhren anders ticken und das Leben stark vom Wetter und der Natur bestimmt wird, hat er über viele Jahre hinweg die Inuit fotografisch begleitet.

    Seine Bilder zeigen weite Schneelandschaften, Jäger auf dem Eis, stille Momente im Familienalltag. Gleichzeitig wird sichtbar, wie verletzlich dieses Leben geworden ist. Die Spuren des Klimawandels sind unübersehbar. Das Eis wird dünner, die Bedingungen unsicherer, die Jagd schwieriger planbar. Was über Generationen selbstverständlich war, steht heute zunehmend unter Druck.

    Gerade diese Langfristigkeit der fotografischen Arbeit verleiht der Ausstellung eine besondere Tiefe. Über dreizehn Reisen hinweg ist beinahe eine Chronik des Wandels entstanden – nicht laut und spektakulär, sondern ruhig, respektvoll und nah an den Menschen.

    Zwischen Tradition und Moderne

    In der Ausstellung wurde für mich sehr deutlich spürbar, wie stark diese Welt im Umbruch steht. Die traditionelle Lebensweise der Inuit in den abgelegenen Dörfern – weit entfernt von der Hauptstadt Nuuk – ist zunehmend gefährdet. Während sich die Welt rasant weiterentwickelt, wächst gleichzeitig das Risiko, dass diese Randregionen abgehängt werden.

    Besonders eindrücklich fand ich die Situation der jungen Einwohnerinnen und Einwohner. Sie stehen zwischen zwei Welten und müssen sich immer wieder neu positionieren: zwischen überlieferten Traditionen und modernen Einflüssen, zwischen Jagd auf dem Eis und global vernetzter Gegenwart. Diese Spannung zwischen Bewahren und Verändern durchzieht die gesamte Ausstellung und macht sie so aktuell.

    Zwei Väter, zwei Söhne – vier Perspektiven

    Ein weiterer berührender Aspekt ist die Zusammenarbeit zwischen Markus Bühler und seinem Sohn, dem Nachwuchsfilmer Nils Bühler. Gemeinsam dokumentieren sie, wie Aleqatsiaq Peary seinem Sohn Jonas das Überleben auf dem Eis beibringt.

    Zwei Väter, zwei Söhne, vier Blickwinkel auf eine Welt im Wandel. Es geht um Weitergabe von Wissen, um Verantwortung und um die Frage, was bleibt, wenn sich äussere Bedingungen verändern. Dieser generationenübergreifende Dialog hat mich besonders bewegt, weil er zeigt, dass Kultur nicht statisch ist, sondern gelebt und weitergegeben werden muss.

    Wie blicken wir auf diese Bilder?

    Ich habe mir beim Rundgang immer wieder die Frage gestellt, wie wir als Aussenstehende auf solche Bilder blicken. Sehen wir eine ferne, exotische Welt? Oder erkennen wir universelle Themen wie Familie, Identität, Wandel und Verantwortung? Durch meine eigenen Reisen nach Grönland konnte ich mir vieles konkreter vorstellen. Ich habe Landschaften, Stimmungen und Begegnungen vor Augen, die mir helfen, die Fotografien nicht nur als ästhetische Arbeiten zu betrachten, sondern als reale Lebenssituationen von Menschen, deren Alltag ich zumindest in Ansätzen kennengelernt habe.

    Gerade in einer Zeit, in der Klimawandel oft abstrakt diskutiert wird, schaffen diese Bilder eine emotionale Verbindung. Sie zeigen nicht nur schmelzendes Eis, sondern Menschen, deren Lebensgrundlage sich verändert – und die dennoch versuchen, ihre Identität zu bewahren.

    Das Nordamerika Native Museum in Zürich

    Das Nordamerika Native Museum (NONAM) in Zürich widmet sich den indigenen Kulturen Nordamerikas. In der Sammlungsausstellung führt der Museumsparcours durch die Plains und Prärien, das nordöstliche Waldland und die Subarktis bis hinauf in die Arktis, entlang der Nordwestküste und weiter in den Südwesten der USA. Die Ausstellung gibt Einblick in unterschiedliche Lebensbedingungen, Kunstformen und kulturelle Ausdrucksweisen – früher und heute.

    In wechselnden Sonderausstellungen greift das NONAM aktuelle Themen auf und bietet auch Einblicke in das heutige Leben im Indigenen Nordamerika. Dabei setzt das Museum vermehrt Akzente im Bereich zeitgenössischer Werke und engagiert sich für die Förderung indigener Künstlerinnen und Künstler.

    Fazit

    Mein Besuch im Nordamerika Native Museum hat mich erneut darin bestärkt, wie kraftvoll Fotografie als dokumentarisches und verbindendes Medium sein kann. «An der Eiskante» ist weit mehr als eine Ausstellung über Grönland – sie ist eine ruhige, eindringliche Auseinandersetzung mit Identität, Verantwortung und einer Welt im Wandel.

    Wenn dich Grönland, indigene Kulturen oder dokumentarische Fotografie interessieren, lohnt sich ein Besuch dieser Ausstellung ganz besonders. Sie lädt bis zum 28. Juni 2026 dazu ein, hinzuschauen, nachzudenken und sich mit Themen auseinanderzusetzen, die weit über den hohen Norden hinausreichen.

    Weitere Informationen zur Sonderausstellung:

    https://www.buehler-fotograf.ch

    https://www.stadt-zuerich.ch/nonam/de/ausstellungen/sonderausstellung.html