Im Juli 2026 durfte ich wieder einmal einen On Location Workshop in der Stadt Zürich durchführen. Gemeinsam mit drei Teilnehmern und Model Rafaela P. verbrachten wir einen kreativen Samstagvormittag an ein paar meiner liebsten Orte zum Fotografieren.
Ein Samstagvormittag mit Kamera, Stadtlicht und neuen Bildideen
Manchmal braucht es nicht viel für einen gelungenen Fotoworkshop. Eine kleine Gruppe, ein gutes Model, spannende Orte und genügend Zeit, um sich auf Licht, Komposition und Ausdruck einzulassen. Genau so war es bei meinem letzten On Location Workshop in Zürich.



Wir trafen uns am Samstagvormittag in der Stadt. Mit dabei waren drei Teilnehmer, Model Rafaela P. und ich. Für mich sind solche Workshops immer eine schöne Abwechslung zum Studioalltag. Gerade im Sommer, wenn das Licht draussen lebt und die Stadt ihre eigenen Stimmungen mitbringt, zieht es mich oft lieber nach draussen als zwischen Studioblitze und Hintergründe.
Lieblingsplätze in Zürich als fotografische Bühne
Für den Workshop habe ich ein paar Orte ausgewählt, an denen ich selber immer wieder gerne fotografiere. Es waren keine klassischen Postkarten-Locations, sondern urbane Plätze mit Beton, Durchgängen, ruhigen Ecken, grafischen Linien und spannenden Lichtverhältnissen.
Solche Orte mag ich besonders, weil sie nicht sofort alles erzählen. Man muss genauer hinschauen. Eine Wand wird plötzlich zum ruhigen Hintergrund, ein Durchgang gibt dem Bild Tiefe, eine Kante führt den Blick zur Person, und ein harter Lichtstreifen kann aus einer einfachen Situation ein starkes Porträt machen.


Gerade in der Stadt Zürich findet man viele solche kleinen Bühnen. Zwischen Architektur, Schatten, reflektiertem Licht und urbanen Strukturen entstehen Porträts, die nicht inszeniert wirken müssen und trotzdem eine klare Bildsprache haben.
Individuelle Inputs statt fixes Programm
Bei solchen Workshops ist mir wichtig, dass nicht einfach alle dasselbe Bild fotografieren. Natürlich gebe ich Inputs zu Licht, Bildaufbau, Brennweite, Perspektive und Zusammenarbeit mit dem Model. Gleichzeitig lasse ich aber bewusst genügend Raum, damit jeder Teilnehmer seine eigene Sichtweise umsetzen kann.



Die fotografischen Kenntnisse sind bei jedem Workshop unterschiedlich. Der eine braucht vielleicht etwas mehr Unterstützung beim Sehen des Lichts oder bei den Kameraeinstellungen. Der andere ist technisch bereits sicher unterwegs und profitiert mehr von Feedback zum Bildresultat, zur Bildwirkung oder zur Kommunikation mit dem Model.
Genau diese individuelle Begleitung macht für mich den Reiz solcher kleinen Gruppen aus. Ich kann nahe bei den Teilnehmern sein, beobachten, wo jemand steht, und dort unterstützen, wo es gerade sinnvoll ist.
Lichtstimmungen zwischen weichem Grau und starkem Kontrast
Fotografisch bot der Vormittag eine schöne Mischung aus unterschiedlichen Lichtstimmungen. An schattigen Orten entstand ein ruhiges, weiches Licht, das sich sehr gut für natürliche Porträts eignete. In solchen Situationen kann man sich stärker auf Ausdruck, Haltung und Nähe konzentrieren, ohne dass das Licht zu dominant wird.
An anderen Stellen wurde es grafischer und kontrastreicher. Harte Schatten, helle Betonflächen und dunkle Durchgänge brachten mehr Spannung in die Bilder. Besonders spannend war das Spiel mit Lichtkanten und partiellen Sonnenflecken. Wenn nur ein Teil des Gesichts oder der Haare vom Licht getroffen wird, entsteht sofort eine andere Bildwirkung: direkter, intensiver und manchmal fast filmisch.




Auch die urbanen Hintergründe haben sehr gut funktioniert. Beton, Metall, Glas und Architektur geben Porträts eine gewisse Ruhe, wenn man sie bewusst einsetzt. Gleichzeitig entstehen Linien und Ebenen, die einem Bild Tiefe geben und das Model stärker in den Raum einbinden.
Rafaela P. mit einem starken Einstand als Workshop Model
Für Rafaela P. war es der erste Workshop gemeinsam mit uns, und sie hat einen wirklich schönen Einstand gegeben. Sie war präsent, geduldig und hat sich schnell auf die unterschiedlichen Bildideen der Teilnehmer eingelassen.
Gerade bei einem Workshop ist das für ein Model nicht immer ganz einfach. Es geht nicht nur darum, gut vor der Kamera zu stehen. Ein Workshop-Model muss mit wechselnden Fotografen arbeiten, auf verschiedene Anweisungen reagieren, Ruhe bewahren und trotzdem lebendig bleiben. Rafaela hat das sehr angenehm und professionell gemacht.
Ich hoffe sehr, dass dies nicht unser letzter gemeinsamer Workshop war.
Warum ich On Location Workshops im Sommer so gerne mag
Im Studio kann man Licht sehr präzise kontrollieren. Das ist wunderbar und bietet unglaublich viele Möglichkeiten. Draussen ist es anders. Man muss reagieren, beobachten, suchen, anpassen und manchmal auch akzeptieren, dass nicht alles planbar ist.
On Location – Portraitfotografie
An diesem Fotoworkshop kann alles passieren. On Location Fotografie Workshops bieten dir die Ideale Möglichkeit an Ort und Stelle zu fotografieren und zu lernen. Die Events sind individuell, können in den Gassen der Altstadt, im urbanen Viertel oder hipen Restaurant statt finden. Hier sind wir gemeinsam unterwegs und entdecken die Umgebung. Mach dich bereit für spannende Stunden in denen wir tolle Bilder machen und die Möglichkeiten „On Location“ zu fotografieren erleben.
Genau das macht On Location Workshops für mich so wertvoll. Die Teilnehmer lernen nicht nur, ein fertiges Lichtsetup zu bedienen, sondern Licht wirklich zu sehen. Wo kommt es her? Wo wird es reflektiert? Welche Wand hilft mir? Welche Richtung wirkt besser? Wann wird ein Hintergrund zu unruhig und wann wird er spannend?

Im Sommer macht mir diese Art zu fotografieren besonders Freude. Die Stadt lebt, das Licht verändert sich, und die Atmosphäre ist entspannter. Es fühlt sich freier an als ein Abend im Studio, und oft entstehen genau dadurch Bilder, die etwas Leichtes und Echtes haben.
Ein gelungener Workshop mit viel Raum für eigene Bilder
Für mich war dieser On Location Workshop in Zürich ein sehr gelungener Vormittag. Die kleine Gruppe hat gut funktioniert, die Stimmung war angenehm, und jeder Teilnehmer konnte auf seinem eigenen Niveau arbeiten.

Ich mag es, wenn ein Workshop nicht zu starr ist. Natürlich braucht es eine Richtung und gute Vorbereitung. Aber genauso wichtig ist, dass unterwegs Raum bleibt für Entdeckungen, spontane Ideen und unterschiedliche fotografische Handschriften.
Am Ende geht es nicht nur darum, mit schönen Bildern nach Hause zu gehen. Es geht auch darum, etwas Neues gesehen zu haben. Einen Ort anders wahrzunehmen. Licht bewusster einzusetzen. Und vielleicht beim nächsten Spaziergang durch die Stadt plötzlich zu merken: Hier könnte ein Porträt entstehen.
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